InnoSysTox – Moving: Innovative Systemtoxikologie als Alternative zum Tierversuch – Hin zur Anwendung

Bevor Medikamente zugelassen oder Chemikalien in Umlauf gebracht werden, müssen diese toxikologisch geprüft werden. Nur so können mögliche schädliche Wirkungen neuer Substanzen auf Verbraucher und Umwelt untersucht und bewertet werden. Für diese gesetzlich vorgeschriebenen toxikologischen Untersuchungen ist der Einsatz von Tierversuchen häufig unverzichtbar.

Ein Tierversuch kann jedoch die Reaktion des menschlichen Körpers nicht immer verlässlich vorhersagen, da sich die Biologie von Mensch und Tier zu sehr voneinander unterscheiden. Deutlich bessere Ergebnisse liefern daher Testverfahren, die auf Erkenntnissen zur menschlichen Biologie aufbauen. In der Maßnahme "Innovative Systemtoxikologie als Alternativmethode zum Tierversuch – Hin zur Anwendung (InnoSysTox-Moving)" sollen alternative Versuchsmethoden und Technologien mit einem systembiologischen Ansatz kombiniert werden, um Gesundheitsrisiken für den Menschen besser vorhersagen und quantifizieren zu können und zugleich die Zahl der notwendigen Tierversuche zu verringern.

InnoSysTox-Moving knüpft an die bisherigen Erfolge der Maßnahmen "Alternativmethoden zum Tierversuch" und "Innovative Toxikologie zur Reduzierung von Tierversuchen (e:ToP)" sowie der Vorläufermaßnahme "Innovative Systemtoxikologie als Alternativmethode zum Tierversuch (InnoSysTox)" an. Das Bundesministerium für Bidung und Forschung (BMBF) hat die Fördermaßnahme erstmalig 2014 gemeinsam mit der Niederländischen Organisation für Gesundheitsforschung und Entwicklung (ZonMw) ins Leben gerufen. InnoSysTox war die erste deutsch-niederländische Partnerschaft auf dem Gebiet der systemtoxikologischen Forschungsförderung. Um die internationale Zusammenarbeit weiter auszubauen, veröffentlichten BMBF, ZonMw und neu auch der belgische Fonds für Wissenschaftliche Forschung (F.R.S.-FNRS, französischsprachiges Belgien) nun eine Folgerichtlinie. Unterstützt werden sollen bi- bis trinationale, interdisziplinäre Verbundprojekte aus mindestens zwei universitären (öffentlichen) Partnern sowie aus einem privatwirtschaftlichen Unternehmen.

Präzisere Ergebnisse über mögliche Gesundheitsrisiken

Ziel der gemeinsamen Maßnahme ist es, neue toxikologische Teststrategien zu entwickeln, die spezifischere und aussagekräftigere Ergebnisse über mögliche Gesundheitsrisiken von Medikamenten und Chemikalien liefern als herkömmliche Tierversuche. Die geförderten Projekte müssen das Ziel verfolgen, Tierversuche durch diese alternativen, tierfreien Methoden zu ersetzen. Mit neuen toxikologischen in-vitro-/ in-silico-Testverfahren leistet InnoSysTox somit einen wichtigen Beitrag sowohl für den Menschen als auch für den Tierschutz. Dies ist vor allem auch in Hinblick auf die steigende Zahl notwendiger Sicherheitsprüfungen erforderlich.

Zur Bekanntmachung

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Kontakt

Dr. Sonja Matthiesen
Mo, Di, Do, Fr von 9 bis 13 Uhr
Projektträger Jülich
Tel.: 02461 61-96 455
E-Mail: 

Dr. Rudi Loesel
Mo bis Fr von 10 bis 16 Uhr
Projektträger Jülich
Tel.: 02461 61-96451
E-Mail: r.loesel@fz-juelich.de

InnoSysTox-Moving

  • Förderzeitraum:
    2020 - 2024
  • Fördervolumen:
    bis zu 3,8 Mio. Euro
    (Deutschland, Niederlande, französischsprachiges Belgien)